Auf Wunsch gibt’s die Rundum-Lösung

Allgäuer Zeitung – Am Anfang steht bei dem Kunden ein Wunsch. Der Wunsch, mit Begriffen wie IT, Servern, Datensicherung und Firewall so wenig wie möglich zu tun zu haben. Und das ist ein Wunsch, auf den das Geschäftskonzept der Firma Idkom ausgelegt ist: Rundum-Lösungen in Sachen IT für  Mittelstandsunternehmen. Ihre Rechenzentren spielen dabei eine große Rolle. Immer beliebter wird bei den Kunden der Fernzugriff auf Daten und Programme möglichst mit jedem Gerät von überall her.

Will ein Kunde einen Server in den Rechenzentren von Idkom nutzen, landet er bei Prokurist Benjamin Mayer. Er kümmert sich um die Planung und Umsetzung der Kundenwünsche. „Oft ist es schwierig herauszufiltern, was der Unternehmer genau will“, sagt Mayer. Ein bisschen Zeit müssen die Kunden für die Umsetzung mitbringen. „Ohne Computer geht in den meisten Firmen gar nichts mehr. Da dürfen wir die Arbeitsabläufe nicht einfach für längere Phasen unterbrechen.“ Die neue IT-Umgebung wird also in kleinen Schritten angeschlossen.

Dies ist ein Teil der Aufgaben von Andreas Juli. Er und seine Kollegen, die IT-Ingenieure, installieren Server in den Rechenzentren. Das sind meterhohe schwarze Blöcke, auf denen mehrere tausend Server unterkommen können. Auf diese greifen täglich unter anderem viele tausend Kemptener zu, wenn sie arbeiten. Um Server zu installieren, läuft Juli mit einer Festplatte des Kunden durch eine Tür in den großen schwarzen Rechen-Klotz und schließt sie dort an. Darauf befindet sich der Server des Kunden, der auf das Rechenzentrum gespielt und dort installiert wird. Künftig hat der Kunde also nur noch ein Kabel, das in sein Haus führt. Braucht aber keinen eigenen Serverschrank mehr. Wenn der Raum mit dem Rechenzentrum betreten wird, dann oft zusammen mit Kunden – „viele Allgäuer stehen solchen Technologien eher misstrauisch gegenüber.

Deshalb ist es wichtig, dass sie das Rechenzentrum einmal mit eigenen Augen sehen können“, sagt Bernd Buhmann, einer der Vorsitzenden von Idkom. Direkt am Rechenzentrum arbeite Juli selten – „drei oder vier Stunden in der Woche.“ Darauf ist dieser Raum auch nicht ausgelegt: Es gibt weder Bildschirm noch Tastatur. Den Großteil der Arbeit erledigt Juli aus der Ferne in seinem Büro. Für die Überwachung und Wartung des Rechenzentrums gibt es dutzende Sensoren, die Informationen weiterleiten.

Von Außen- zu Innendienst
Server installiert, alles läuft, alles fertig? Nicht ganz. Mal läuft ein Drucker nicht mehr, ein Name muss geändert werden, ein Passwort wurde vergessen. Darum kümmert sich Florian Nather vom technischen Service. 12 000 Anfragen von Kunden kamen 2014 in seinem  Ticketsystem an. Das Arbeitsbild in seiner Abteilung hat sich in den Jahren, in denen es Idkom mittlerweile gibt, drastisch geändert. War der Service zu den Anfangszeiten noch hauptsächlich im Außendienst vor Ort tätig, verlässt Nather heute seinen Platz kaum noch. Per Fernzugriff kann er die meisten Probleme an den Geräten in den Betrieben lösen.

Die Firma Idkom mit Sitz in der Unterwanger Straße feiert dieses Jahr ihr 20-jähriges Bestehen.

von Matthias Stockinger