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Kreisbote – Fit für die Zukunft? – Wildpoldsried testet autarkes Stromnetz

Wildpoldsried – Im Jahr 2011 beschloss die Bundesregierung unter Kanzlerin Angela Merkel die Energiewende. Aus Sicht der Bundesregierung war eine Abkehr von der Stromerzeugung durch Atomkraft im Angesicht der Atom-Katastrophe von Fukushima vom März 2011 zwingend erforderlich.

An Stelle der atomaren Stromerzeugung soll bis 2022 solche durch Windkraft, Solarenergie und Wasserkraft treten.

Da Strom durch Wind ertragreicher im Norden Deutschlands und Strom durch Wasserkraft nur in den Mittelgebirgen und im Vorlapenland generiert werden kann, muss der Strom quer durch Deutschland transportiert werden oder durch Pumpspeicherkraftwerke am Ort der Erzeugung gespeichert werden. Beide Vorhaben liessen sich aufgrund von massivem Widerständen der Bevölkerung, insbesondere in Süddeutschland, nicht durchsetzen.

Dezentrale Stromerzeugung

Nun soll eine andere Methode die Energiewende voranbringen. Zukünftig könnte die Energieversorgung auf vielen kleinen, dezentralen Stromerzeugern basieren. Stromnetze können dadurch kleinteiliger werden und zeitweise unabhängig voneinander als Inselnetze funktionieren. Hierzu wurde durch ein Konsortium das Forschungsprojekt IREN2 in die Praxis umgesetzt. Dem Konsortium angeschlossen hatten sich die Siemens AG Deutschland, das AÜW, AllgäuStrom, die Hochschule Kempten, die Rheinisch-Westfälische Technische Hochschule Aachen University und ID.KOM. Ziel des vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie geförderten Projektes war es, den Inselbetrieb eines Niederspannungsnetzes in Wildpoldsried, das vollständig aus regenerativen Energien versorgt wurde, zu realisieren. Zur finalen Live-Demonstration zum Betrieb dieses Inselnetzes hatten die Verantwortlichen nun nach Wildpoldsried geladen.

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